Fortbildung 08
Enterale Ernährung
Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - ihre Nahrung nicht mehr auf natürliche Weise aufnehmen können, weil sie z. B. die Fähigkeit zu schlucken eingebüßt haben, müssen "künstlich" ernährt werden.
Durch die gastrointestinale Applikation von Nährstoffen werden physiologische Regelmechanismen des Körpers genutzt und aufrechterhalten. So bewirkt z.B. die enterale Ernährung eine Erhaltung der Darmschleimhaut als natürliche Bakterienschranke und eine Stimulation gastrointestinaler Hormone.
Die heute am häufigsten angewandte Methode ist die Versorgung mit Hilfe einer PEG-Sonde (Perkutan-endoskopische-Gastrostomie). Die erfolgreiche Durchführung der enteralen Ernährung erfordert ein behutsames Vorgehen, eine regelmäßige Betreuung und Überwachung durch entsprechend geschultes ärztliches und pflegerisches Personal, Ernährungswissenschaftler sowie Diätassistenten.
Die Betreuung von Patienten mit Ernährungssonden gehört zum pflegerischen Alltag in Kliniken und in der ambulanten Pflege. Diese Fortbildung beleuchtet gängige Probleme und zeigt die pflegerischen Gegenmaßnahmen.
Inhalte:
- Ein Krankenhausaufenthalt oder Unterbringung in einem Pflegeheim zur Sicherstellung einer enteralen Ernährung?
- Wenn der Patient im Endstadium seiner Erkrankung Hunger und Durst empfindet (kurze Einführung in das Pro und Kontra der enteralen Ernährung)
- Indikationen zur Anlage einer Sonde
- Kontraindikationen für PEG
- Voraussetzungen für die künstliche Ernährung zu Hause (nach Sailer)
- Welche Sondenformen gibt es: nasogastral oder Jejunum (nasointestinal) sowie (PEG=perkutane) undPEJ=perkutan endoskopische Jejunostomie, FKJ = Feinnadelkatheter-Jejunostomie
- Sondenapplikationsweg: nasogastral
- Prüfen der Sondenlage durch pH-Wert-Kontrolle
- Mögliche Komplikationen beim legen transnasaler Sonden
- Ausmessen der Länge der Magensonde
- Mund und Nasenpflege bei liegender transnasaler Sonde
- Hochlagerung des Oberkörpers bei der Zuführung der Sondennahrung
- Komplikationen bei der Nahrungszufuhr über Sonde: Diarrhoe , Obstipation, Nausea, Aspiration
- Spülflüssigkeiten Negativ-Beispiel: Tee
- Hygiene und Pflege der Sonde
- Applikationsarten enterale Ernährung
- Halbkontinuierliche Zufuhr per Schwerkraftüberleitung sowie Ernährungspumpen Beispiel: Ernährungspumpe der Firma B Braun Melsungen Enteroport® plus
- Maßnahmen bei Verstopfungen der Sonde
- Art der Sondenkost: bei vorbestehende Krankheiten (z.B. Diabetes mellitus, Lebererkrankung, Mangelernährung u.a.m.) oder Unverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz) aber auch bilanzierte Diäten
- Applikation von Medikamenten durch die Sonde: Flüssige perorale Medikamente sowie weniger geeignete Medikamente z.B. Weichgelatine-Kapseln, Filmtabletten, magensaftresistente Tabletten oder Kapseln und Antazida
- Verbandwechsel und Hautpflege der PEG
- Ablauf der Medikamentengabe
Zielgruppe:
- Pflegemitarbeiter, Angehörige, Eltern
Fortbildungsdauer:
Fortbildungsort:
- Ihre Pflege- oder Senioreneinrichtungen, sowie ihre Kliniken
Fortbildungspreis
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3 Punkte erhalten.
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