Fortbildung 09
Expertenstandard Harnkontinenz
Inkontinenz, oder im Volksmund auch "Blasenschwäche" genannt, ist weiter verbreitet, als man zunächst vermuten würde. In Deutschland leben ca. 11 Millionen Menschen, die an einer diagnostizierbaren und behandelbaren Harninkontinenz oder Blasenfunktionsstörung leiden. Zurzeit werden davon ca. 5 Millionen Inkontinente medizinisch betreut.
Inkontinenz ist in Kliniken, Seniorenheimen und im ambulanten häuslichen Bereich ein verbreitetes Problem. Dies ist für den Großteil der betroffenen Patienten als auch für die Pflegenden und Angehörigen belastend. Inkontinenz ist in jedem Fall eine äußerst unangenehme Erscheinung.
Die Betroffenen schämen sich nicht selten und verheimlichen ihr Problem sogar vor ihren Partnern. Sie haben Angst, dass jemand das Problem bemerkt, dass jemand etwas riecht. Der Rückzug in die eigenen vier Wände ist die direkte Folge. Es beginnt die Soziale Eigen oder/und Fremd-Isolation der Betroffenen aber auch der Angehörigen.
Ein Theater, Kino oder Konzertbesuch sowie lange Spaziergänge sind fast undenkbar. Der normale Einkauf von Lebensmittel wird schon zur Herausforderung.
Viele scheuen sogar Treffen im Freundeskreis zu Hause.
Nur ein interdisziplinäres Vorgehen der beteiligten Berufsgruppen wie beruflich Pflegende, Physiotherapeuten und Ärzte insbesondere bei der Einschätzung der Harninkontinenz kann hier Abhilfe schaffen.
Seit der Pflegereform vom 01.07.2008 müssen die Expertenstandards umgesetzt werden, so auch der Expertenstandard zur Förderung der Harnkontinenz in der Pflege.
Diese Fortbildung soll Möglichkeiten und Hilfsmittel aufzeigen wie die Vorgaben des Expertenstandard in die Praxis umgesetzt werden können.
Inhalte:
- Definition einer Inkontinenz
- Was heißt Inkontinenz für die Betroffene Frauen und Männer
- Schweregradeinteilung von Inkontinenz
- Feststellung der Harninkontinenz
- Instrumente zur Einschätzung und Dokumentation: Trink und Miktionsprotokoll
- Toilettentraining
- Formen der Harninkontinenz
- Therapiemöglichkeiten bei Belastungsinkontinenz
- Wirkung der meisten Medikamente gegen Harninkontinenz
- Hilfsmittelarten für die verschiedenen Inkontinenzarten
- Beckenbodentraining
- Hautpflege bei Inkontinenz
- Aufsaugende körpernahe und körperferne Versorgungssysteme
- Wie finden Sie das geeignete aufsaugende Versorgungssystem?
- Hautpflege bei Inkontinenz
- Suprapubischer Dauerkatheter
Zielgruppe:
- beruflich Pflegende, Angehörige
Fortbildungsdauer:
Fortbildungsort:
- Ihre Pflege- oder Senioreneinrichtungen, sowie ihre Kliniken sofern ein Pflegebett, Räumlichkeiten und Videobeamer vorhanden sind. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Fortbildung in das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau zu verlegen. Dazu müsste jedoch eine Raummiete von 30,- € erhoben werden.
Fortbildungspreis
Für diese Fortbildung können sie von "Registrierung beruflich Pflegender"
steht noch aus Punkte erhalten.
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